Zehn Jahre nach seiner Gründung 2003 entwickelt sich das London Design Festival immer mehr zu einem Megaevent. Über 300 Events und Ausstellungen, hunderte von Partnern, und eine gute handvoll von „sub“-Veranstaltungen, die jede für sich eine Reise über den Kanal lohnen würden: z.b. 100% Design, Tent London, Superbrands etc.

Wir haben anlässlich der Präsentation der „Tall Heavy Lights“ durch decode im rahmen des London Design Festivals ein eine Stippvisite in die Metropole unternommen – leider viel zu kurz und etwas zu früh, denn insbesondere die großen Begleitveranstaltungen konzentrieren sich auf das kommende Wochenende. kurzentschlossene: ab in die Flieger!

Genug der Vorrede – Anregungen und Fundstücke gab es genug, z.B. …

Birds von Matt Sewell

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Ja auch das gibt es: einen Designer, der gleichzeitig Ornithologe und Buchautor mit erfolgreichen Büchern zu unseren gefiederten Freunden ist. Matt Sewell hat in Kooperation mit Mini Moderns, die nicht nur sehr schöne Tapeten, sondern vor allem auch ansprechende, weitgehend aus Recyclingmaterial bestehende matte Wand- und Lackfarben im Sortiment haben, vier kleine Holzvögelchen gestaltet. Zu haben in limitierter Auflage auf seiner Website, zu sehen und kaufen in London beim East London Design Store. wer’s gern etwas urbaner hat…

Suburbia Utensilien Aufbewahrung von Note für Seletti

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Mit Anleihen an einen Designklassiker – dem Uten.Silo von Dorothee Becker für Vitra, 1969 – hat das Stockholmer Designstudio Note das Thema Utensilienaufbewahrung an der Wand neu interpretiert. Und, wie gesagt, sehr urban: vom Stift bis zum Schlüssel, vom Foto bis zum Mitbringsel findet alles Platz in einer stilisierten Miniaturstadt, die kurzerhand an die Wand wandert. Gefertigt von Seletti, in London zu sehen und zu kaufen bei SCP East.

Competitions, Competitions…

An Design- und Designerwettbewerben und der Präsentation ihrer Ergebnisse herrscht beim London Design Festival kein Mangel. So präsentiert beispielsweise das (jung gebliebene) Einrichtungshaus Heal’s, immerhin mehr als 200 Jahre (!) aktiv, die vier Finalisten eines Wettbewerbs der Cass Design School.

Michael_Randall_Totem_Coat_Stand

Alexander_Mueller_Coffeetable

Uns haben besonders gefallen: der „Totem Coat Stand“ von Michael Randall, eine auf den Punkt gebrachte Kombination weniger Grundelemente. Und der Coffeetable von Alexander Mueller. Bei dem haben wir uns gefragt: ginge der auch in Beton? Dieses Origami in Holz wäre doch für unser Material wie geschaffen, oder?

Apropos: gar kein Beton?

Keine Sorge, natürlich gibt’s beim London Design Festival auch das eine oder andere Produkt aus unserem Lieblingsmaterial. Über die Neuvorstellungen von decode, insbesondere die Tall Heavy Lights, posten wir gesondert.  Hier schon mal ein Bild davon:

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Eine besondere Entdeckung waren die Objekte aus Beton und Leder von Katharina Eisenkoeck. unter ihrem label EK Design stellt sie eine sehr eigenständige Kollektion vor, die die – perfekt harmonierenden – Materialien für Lichtobjekte, Vasen und Schalen kombiniert. Uns gefällt besonders die „Icon Lamp“, die ein imposantes Umfeld für eine kleine, batteriebetriebene LED-Lichtquelle schafft:

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Sie stellt diese Arbeiten im Rahmen des Creo Design Kollektivs im Boxpark in Shoreditch aus.

Sie wollen mehr Entdeckungen? Dann machen sie die doch am besten selbst – bis zum 22. September ist noch Zeit…