Faserzementmöbel von karacho & bros.: Couchtisch Les, Rollcontainer Anthony und Regalelement Johnny (erhältlich bei www.das-rote-paket.de)
Faserzementmöbel von karacho & bros.: Couchtisch Les, Rollcontainer Anthony und Regalelement Johnny (erhältlich bei www.das-rote-paket.de)

Gibt es (etwa) Alternativen zu Betonmöbeln? Ich meine nicht Plastik, Holz, Leder oder Stahl – sondern so etwas wie „Beton mit anderen Mitteln“?

Die ganz Unbedarften oder Oberpragmaten greifen vielleicht zu Möbeln oder Arbeitsplatten in sogenannter „Betonoptik“. Aber das sind vermutlich dieselben, die auf Käfertechnik das Kunststoffduplikat einer alten Porschekarosserie kleben und damit dann – ungeachtet von Sound, Straßenlage und Lebensgefühl – glauben, Stilsicherheit zu beweisen.

Nein, ich meine Ernst zu nehmende Alternativen. Ist vielleicht Faserzement eine?

Zunächst mal eine Definiton (wer’s genau wissen will, schaut mal beim Beton-Wegweiser nach):

Faserzement ist ein Verbundwerkstoff aus Zement und zugfesten Fasern, z.B. Zellstoff, CFK- oder Glasfasern. Faserzement verbindet lange Lebensdauer und hohe Witterungsbeständigkeit – nicht zufällig wurde der Markenname „Eternit“ schon in der Patentschrift im Jahr 1900 vom lateinischen aeternitas (=Ewigkeit) abgeleitet. Faserzement wird z.B. für Dachschindeln, Dachplatten, Fassadenplatten und Abwasserrohre eingesetzt.

Upps – Fassadenplatten und Abwasserrohre? Das ist ja fast so ein adeliges Umfeld wie Plattenbauten und Stadtautobahnen aus Beton ;-)

In der Tat: Auch Faserzement hat eine ganz eigene Materialästhetik. Eine gewisse Rauheit, Sandigkeit zeichnen das Material aus. Auch Faserzement ist – als Möbel – eine Art Rohdiamant, dessen ästhetischen Wert der Purist jedoch sofort erkennt.

Apropos Möbel: eine kühle, sommerlich leichte Möbelreihe aus Faserzement stammt von karacho & bros. und umfasst die Rollcontainer Anthony, die Regalelement Johnny und den Couchtisch Les. Die schlichten und in der Formgebung einfach gehaltenen Stücke haben – anders als viele Betonoberflächen – eine leicht raue Oberfläche und kommen zudem mit einer geringen Wandstärke aus. Damit wirken die puristischen Möbelstücke elegant und leichtfüßig und sind auch ohne Krafttraining leicht zu heben und zu tragen (das ist bei Beton halt anders…).

Auch Faserzementmöbel bedürfen für der Herstellung sehr viel Handarbeit und werden zudem nur in kleinen Auflagen hergestellt. Deshalb bewegen sich die Preise meist im „Mittelfeld“ – liegen aber meist noch deutlich unter den Tarifen für Betonmöbel.

Ein paar Beispiele (die alle beim Onlineshop Das rote Paket bestellt werden können):

Das Regalelement Johnny ist 52 x 42 cm groß, 35 cm tief und ca. 11 kg schwer. Ein Element ist für 198 Euro zu haben.

Der Rollcontainer Anthony ist 52 x 49 cm groß, ebenfalss 35 cm tief und ca. 12 kg schwer. Der Rollcontainer kostet 255 Euro.

Der Couchtisch LES hat die Abmessung 105 x 39 cm, die Tiefe beträgt 52 cm. Das Gewicht wird mit ca. 23 kg angegeben, der Preis mit 419 Euro.

Übrigens versendet Das rote Paket europaweit – innerhalb Deutschlands betragen die Versandkosten 5 – 10 Euro. Faserzementmöbel sind halt doch leichter als Betonmöbel ;-) Wer mit dem Material nicht vertraut ist, kann sich auch eine Faserzementprobe zuschicken lassen und erstmal auf Tuchfühlung gehen.

Was zu beachten ist: Da Faserzementmöbel mikroskopisch kleine Luftporen haben, können Flüssigkeiten in das Material einziehen. Flüssigkeiten wie Rotwein, Kaffee oder Wachs hinterlassen also unter Umständen Flecken. Hier kann man mit einem Topfreiniger (z.B. –Glitziì), Wasser und Spülmittel entgegensteuern. Etwas tiefer eingezogene Flecken können auch mit einem feinen Sandpapier abgeschliffen werden.

Es gibt die Möglichkeit, die Faserzementoberflächen mit Hartwachsölen zu behandeln. Die wunderbare sandig, raue Haptik der Oberfläche geht damit aber verloren, außerdem bekommt der Faserzement dann meistens eine leicht gelbliche Färbung.